Sportfreunde Ronhof trauern um Herbert „Ertl“ ErhardtEs gibt wohl keinen Fürther Fußballfan, der den Namen Herbert Erhardt nicht kennt. „Ertl“ – wie man ihn nannte – war eine Fürther Fußballlegende. Geboren am 06. Juli 1930 und aufgewachsen im Herzen der Kleeblatt-Stadt spielte seit seinem 13. Lebensjahr bei der SpVgg. Aus der Jugend arbeitete er sich bereits 1948 in die 1. Mannschaft hoch. Auch nach dem Abstieg in diesem Jahr hielt er „seinem“ Kleeblatt die Treue und schaffte im folgenden Jahr – ungeschlagen – den sofortigen Wiederaufstieg. Der eisenharte Verteidiger war so geschickt, dass er gleichzeitig nahezu unüberwindlich war und dennoch nur selten zu einem Foul greifen musste. Erhardt zeichnete sich durch Talent, Athletik und Technik aus und auch sein Spielverständnis, Stellungsspiel und seine Kopfballstärke waren herausragend. Ertl überzeugte durch seine Leistungen auch Bundestrainer Sepp Herberger, der ihn – gemeinsam mit seinem Mannschaftskollegen Karl Mai – in die Nationalmannschaft berief. Mit ihr nahm Erhardt 1954 an der Weltmeisterschaft in der Schweiz bei und erlebte das „Wunder von Bern“ aus nächster Nähe. Leider kam er dabei nicht zum Einsatz, dennoch durfte er sich von da an Weltmeister nennen. Es folgten die Teilnahmen an der WM 1958 in Schweden, bei der die Mannschaft den 4. Platz belegte und 1962 in Chile. Seit 1959 trug Herbert Erhardt zudem die Spielführerbinde der DFB-Auswahl. Bis 1963 sollte er auf 50 Länderspiele kommen. |